Das kann ja heiter werden!

Oktober 27th, 2009

Die Einfältigen und die Skrupellosen

September 28th, 2009

haben die Wahl gewonnen.
Aber es gibt auch Lichtblicke. Zum Beispiel hier:

Die Suche nach dem Sorglosen Punkt
(Ein Feature von Patricia)

Hinßu Rückßu oder ßurückßu Hinßu?

September 22nd, 2009

Hinßu Rückßu oder ßurückßu Hinßu

Dahingelabert

September 11th, 2009

…der Perlpilz unterscheidet sich vom Pantherpilz hauptsächlich durch die rote Färbung der Madengänge. Circa dreißig Minuten nach dem Verzehr von Pantherpilzen zeigen sich erste Symptome. Berichtet wird von Tobsuchtsanfällen und Hass auf Katzen. Der Kahle Krempling hingegen, den Sozialdemokraten trotz deutlicher Unterscheidungsmerkmale oft mit dem Täubling verwechseln, galt noch bis in die dreißiger Jahre als guter Speisepilz. Er hat jedoch die Eigenschaft, mehr als jeder andere Pilz Umweltgifte in sich aufzunehmen. Deshalb gilt er seit dem zweiten Weltkrieg als einigermaßen giftig. Der Verzehr von Kahlen Kremplingen ruft schwere Leberschäden hervor. Trotzdem gibt es ihn zum Beispiel in Russland auf Märkten zu kaufen. Am liebsten isst der Kenner in Butter gebratene Scheiben von Schopftintlingen. Schopftintlinge sind Fußballpilze, die nicht im Wald wachsen, sondern auf Fußballplätzen. Und zwar meistens in Nähe der Linien. Schopftintlinge haben eine sehr kurze Lebensdauer. Obwohl man eigentlich nicht von Lebensdauer sprechen kann, da Pilze, so wie wir sie sammeln, eigentlich nur die Erektionen von Myzelen sind, die sich unter der Erde befinden. Schopftintlinge sind keine besonderen Steher. Wenige Stunden, nachdem sie sich empor gereckt haben, beginnt ihr Zerfall. Wenn sie aussehen wie Emos, kann man sie schon nicht mehr essen. Kurze Zeit darauf sind sie ganz und gar zerflossen. Oft haben zu schwarzer Sporenflüssigkeit zerfallende Schopftintlinge während des Stattfindens von Fußballspielen die Tor- und Auslinien unkenntlich gemacht und damit zu krassen Fehlentscheidungen geführt. Wir erinnern uns an den Lausitzer Fußballkrieg, bei dem…

Boilerproblem?

September 10th, 2009

In letzter Zeit ist es häufiger vorgekommen, dass ich mir unter dem Wasserhahn die Finger verbrüht habe. Ich weiß nicht genau, ob sich der Boiler verändert hat, oder ich. Entweder der Boiler heizt das Wasser zu sehr auf, oder bei mir zeigen sich die ersten Ausläufer des Alters. Obwohl „Ausläufer“ dann vielleicht das falsche Wort ist, da ja das Alter erst anfängt, vermutlich. Eigentlich müsste ich sagen „Einläufer des Alters“. Aber bei „Einläufer“ würde das ganze Alterselend schon im Wortklang mitschwingen, vor allem das medizinische. Vielleicht sollte ich sagen „erste Zuflüsse des Alters“, aber würde das nicht heißen, dass am Ende des Alters, also in der Nähe zum Tod, man von Ausflüssen des Alters sprechen müsste? Klänge das nicht erstens ekelhaft und pessimistisch, und wäre das nicht zweitens vollkommen falsch, da ja nicht das Alter am Ende des Alters ausfließt, sondern das Leben? Fakt ist jedenfalls, dass ich mir in den letzten paar Tagen mindestens drei mal die Finger verbrüht habe, unter dem Wasserhahn. Möglicherweise, weil mein Gedächtnis nachgelassen hat und ich unaufmerksam und schusselig geworden bin. Ich denke einfach fast immer an etwas anderes, als an das, was ich gerade tue. In den meisten Situationen muss ich nicht aufmerksam sein. Zum Beispiel, wenn ich mit dem Regionalexpress nach Potsdam fahre. Da wäre es ziemlich sinnlos, die ganze Zeit zu denken: Ich sitze im Regionalexpress und fahre nach Potsdam. Da ist eben die Aufmerksamkeit in geringerem Maß gefragt, als beim Einlassen von Wasser, beim Fußnägelschneiden, bei Holzfällerarbeiten oder dem Anbringen von Sprengsätzen an Regierungsgebäuden. Wobei ich natürlich nie so etwas machen würde wie Holzfällerarbeiten. Ich bekomme ja schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich die braungewordenen Blätter meiner Zimmerpflanze abschneide. Klar, der Job eines Holzfällers ist wichtig. Der muß gemacht werden. Wir brauchen Tische, Stühle und Nußknacker, damit unsere Zivilisation nicht zusammenbricht. Ich habe großen Respekt vor diesen Leuten. Es muss unmenschliche Überwindung kosten, im täglichen Kampf gegen den Baum nicht den Glauben an das Leben zu verlieren. Zudem die stets lauernde Gefahr des Todes, wenn sich der Baum in feiger Ausnutzung der Erdanziehungskraft auf seinen Peiniger stürzt, mit krachendem Geäst. Windrichtung und Hanglage sind zu beachten, und wie man die Kerbung anbringt. Und nie darf ein Holzfäller vergessen, aufmerksam zu sein. Immer muss er denken: Ich halte gerade eine Motorsäge fest, die einen Baum fällt.
Vielleicht ist aber auch wirklich der Boiler kaputt. Vielleicht kann ich gar nix dafür, dass ich mir andauernd die Finger verbrühe. Vielleicht werde ich noch gar nicht alt. Ich habe das ganze letzte Jahr gedacht, ich sei schon achtunddreißig. Aber dann hat Patricia mal nachgerechnet und festgestellt, dass ich erst siebenunddreißig bin. Ich hab zwar gesagt: Egal. Insgeheim war ich doch überrascht. Ein ganzes Jahr gewonnen. Oder eben verloren, wenn man an die Rente denkt. Obwohl das mit der Rente wahrscheinlich sowieso nichts wird für meine Generation. Können wir froh sein, wenn es uns dann überhaupt noch gibt. Und wenn wir, wenn es uns noch gibt, noch ausreichend Nußknacker haben, um die Zivilisation aufrechtzuerhalten. Und die Halbstarken nicht ganz so uninteressante Musik hören, wie heute. Rente hin oder her. Das Boilerproblem wird bis dahin auf jeden Fall gelöst sein. Nicht nur, weil es dann kein bezahlbares Erdgas mehr gibt. Auch die Heizflansche sind nicht für die Ewigkeit gebaut. Flansch, wie ich dieses Wort hasse. Flansch, das klingt wie das Gesicht einer Ente, wo jemand mit `nem Vorschlaghammer draufgehauen hat. Ich habe die Aufheiztemperatur in meinem Boiler auf fünfundfünfzig Grad Celsius eingestellt. Das ist vielleicht nicht gerade die Temperatur, die für das Baden von Neugeborenen geeignet ist, aber einem siebenunddreißig oder achtunddreißig Jahre alten Mann aus Berlin-Weissensee sollten doch fünfundfünfzig Grad eher lauwarm vorkommen, als ihn zu verbrühen! Ich sehe gerade, dass der Wasserdruck im Inneren des Boilers exakt null bar beträgt. Könnte es sein, dass das vielleicht ein bisschen wenig für den ordnungsgemäßen Betrieb des Gerätes ist? Aber wenn ich jetzt den Schornsteinfeger anrufe, dann kommt der gleich, und ich muss die Küche aufräumen. Wahrscheinlich heute noch. Ach, ich denke nicht, dass das Problem beim Boiler liegt. Ich glaube, ich werde einfach nur alt.

Frische Ideen

September 4th, 2009

Die Wolken liegen tief über der Stadt. Mit dem September ist es kühl geworden. Die Berliner haben sich noch nicht wieder angewöhnt, die Fenster zu schließen. Frieren in kurzen Hosen und T-Shirts. Der wievielte Jahrhundertsommer war das eigentlich in diesem Jahrhundert? Von einem Wahlplakat wirbt Gottfried Ludewig, der hiesige Kandidat der Christdemokratischen Partei, mit dem Slogan „Frische Ideen“. Ludewigs frischeste Idee bisher war, das Wahlrecht für Rentner und Arbeitslose einzuschränken. Mal sehen, was der junge Kreative vom Kollwitzplatz noch so alles auf Tasche hat. Ich finde, dass an der Roelckestraße gegenüber dem Lidl-Markt eine Ampel fehlt. Da sollte Ludewig sich mal so richtig reinknien. Meine Basilikumpflanze hat sich wieder aufgerafft. Ohne, dass ich ihr gut zugeredet hätte. Musste sie nur unter den Wasserhahn halten. Soll ich in die Christdemokratische Partei eintreten, als Experte für Landwirtschaft? Frische Ideen hätte ich. Zunächst würde ich den landesweiten Anbau von Orangen empfehlen. Bisher müssen diese Früchte schließlich teuer importiert werden. Die Bundeswehr hat in Afghanistan zwei Tanklastwagen bombardieren lassen. Fünfzig Menschen sind dabei gestorben. Wie es aus dem Hauptquartier heißt, seien keine Zivilisten darunter gewesen. Die afghanische Polizei ist anderer Meinung. Die Laster sollen in einem Flußbett stecken geblieben sein. Die umliegende Bevölkerung sei herbeigeströmt, um das Benzin abzuzapfen. Kann sich jemand vorstellen, wie das Sterben neben einem explodierenden Benzintank aussieht? Oder wie es riecht? Oder wieviel Verdrängung dazu gehört, für so etwas verantwortlich zu sein und sich nicht das Leben zu nehmen? Es ist still in meiner Straße. Nicht die Geräusche der Metallfräse gegenüber stören, noch die Übungen des Punkrock-Gitarristen aus dem dritten Stock. Auch nicht der Verkehr, das Grundrauschen der Stadt. Gerne würde ich denken. Aber mein Kopf ist heiß geworden. Zuviel Zucker? Ich war nie für lange Strecken zu gebrauchen. Als ich ein Kind war, mochte ich den Sechzig-Meter-Lauf. Ab der fünften Klasse mussten es aber hundert sein. Das waren ungefähr zehn Meter zu viel für mich. Später, bis zur Pubertät, war ich dem Schachsport zugetan. Mein Verein war die Betriebssportgemeinschaft Backwarenkombinat. Ich mußte meinen jeweiligen Gegner spätestens im Mittelspiel unter Kontrolle haben. Im Endspiel war es zu spät, weil mein Kopf zu heiß geworden war. Deshalb spielte ich am liebsten mit agressiven Eröffnungen. Mit Weiß Schottisch, inklusive Opferung des C-Bauern, mit Schwarz Skandinavisch. Oder ich versuchte, wenn der Gegner mit dem Damenbauern startete, das exotische Budapester Gambit. Kaum einer kannte das. Zusätzlich machte ich im Vergleich zu meinen Teamkameraden meine Züge viel zu schnell. Davon ließ sich mancher Gegner anstecken. Oft dauerten meine Turnierspiele zehn bis zwanzig Minuten. Üblich waren anderthalb bis zwei Stunden. Gegen richtig gute Spieler konnte ich mit diesem Stil nur selten gewinnen, und Jerusalem hätte ich auch nicht einnehmen können. In meiner Spielklasse gab es jedoch sehr wenige Spieler, die mit meinen berserkerhaften Offensiven klar kamen. Diese Art zu spielen stammte aus dem achtzehnten Jahrhundert und war besonders in den romanischen Ländern beliebt. Ich hatte alle Partien aus dieser Zeit analysiert, derer ich habhaft werden konnte. Viele andere Schachspieler lasen die Bücher der angesagten sowjetischen Großmeister. Damals fand ich deren Stil ermüdend. Heute gefiele er mir wohl. Aber mein Kopf wird immernoch zu schnell heiß. Deshalb sind meine Romane nie länger als zwei Seiten. Was kann ich dafür? Vielleicht sollte ich weniger von den Butterkeksen essen, und mit dem Colatrinken aufhören. Vielleicht sollte ich auch noch viel mehr Butterkekse essen als bisher. Oder Butter auf die Butterkekse schmieren. Ich mißtraue dem Glauben, dass immer, wenn etwas besser werden soll, vorher gelitten werden muß. Das endet im Märtyrertum und in „frischen Ideen“. Wir sind doch keine Taliban!

 

Edit, 5.9.

Bis zur Schönhauser rauf ist die Lüge zu spüren, die Taliban hätten die beiden gerade erst entwendeten, in einem Flußbett fest steckenden, Tanklastwagen schon kurze Zeit später per Selbstmordattentat im deutschen Stützpunkt hochgehen lassen wollen. Und bis ins Herz ist die Menschenverachtung hinter dieser Lüge zu spüren. Und dann dieses armselige Geschwafel, es ginge darum, Brücken zu bauen und dass afghanische Mädchen zur Schule gehen können. Wie abgebrüht und gewissenlos muss man sein, um damit hausieren gehen zu können? Und wie verblödet, das zu glauben? Jeder von uns, der denken und lesen kann, weiß, worum es in diesem Krieg geht. Wie lethargisch wir sind, wie wenig wir uns wehren!

Im Rosengarten

August 12th, 2009

Ich bin in der letzten Zeit deutlich älter geworden. Und mit älter meine ich keine Zahl, die man anhand der Sonnenumkreisungen unseres Planeten festmachen kann, oder Mondphasen, oder diesem von Ziegenhirten und Hirsebauern erfundenen Elend namens Woche. Ich meine die innere Verständigung mit mir selbst. Die ist ruhiger, als sie noch im Frühsommer war, langsamer auch und manchmal verstehe ich sogar, was ich denke. Hier dieser Rosengarten im Bürgerpark Pankow, der gefällt mir plötzlich. Mein Interesse an Gärten ist eigentlich gering. Ich mag verwildertes Gesträuch, am besten am Rand von forstwirtschaftlich ungenutzten Waldgebieten. In dem Rosengarten hat alles seinen Platz, die Blumen sind farblich sortiert, der Springbrunnen befindet sich genau in der Mitte, und auf jeder Bank sitzt ein Rentner mit seinem Spazierstock. Vielleicht werde ich eines Tages auch hier sitzen, inmitten der Rosen. Einen Spazierstock habe ich schon, den hat mir mein Vater Eddi vererbt. Da sind wir vor anderthalb Monaten hiergewesen, im Bürgerpark Pankow. Wir saßen auf einer Bank dort hinten an diesem kleinen Fluß und Eddis Frau Brigitte hat mit einem von den Gärtnern gesprochen, weil sie meinem Vater eine Blutbuche zu seinem Geburtstag im September schenken wollte, und wohin die soll, und bloß nicht in Sichtweite zum Johannes R. Becher Denkmal, und ob gerade eine Blutbuche die richtige Wahl wäre, ein Kirschbaum sei doch auch nicht schlecht, der hielte auch mehr von den Umweltgiften aus. Aber ob ein Kirschbaum überhaupt ins Parkbild passen würde etcetera. Eddi hat mir unterdessen den Spazierstock gezeigt, nach dem Brigitte monatelang gefahndet hatte. Bei einem Spazierstock, da muss alles stimmen, von der Größe, das Gewicht, der muß eins werden können mit seinem Besitzer, wie das Schwert eines Samurai. Vor allem der Griff ist wichtig, und der Griff von dem Spazierstock meines Vaters, nein, meines Spazierstocks jetzt, wird weder von einem Löwenkopf verziert, noch kann man ihn aufschrauben und Asbach Uralt daraus trinken. Es ist ein einfacher runder Griff auf einem krummen Stock, einem Stock ohne Abzeichen drauf, weder vom Rennsteig noch den Widerborstner Dornenhügeln bei Bielefeld und von Pleterjach schon gar nicht, nur ein fingerbreiter ungeprägter Metallring markiert die Grenze zum Griff. Mein Vater mochte keinen Kitsch. Der Rosengarten, der ist kitschig. Mir gefällt er trotzdem. Ich bin umgeben von Ordnung hier, die Hummeln lassen sich Zeit, in meiner Hand gärt pißwarme Himbeerlimonade. Das Graffiti an dem Marmorbogen möchte stören, aber die Rosen. Die Rosen, hingepflanzt in geometrischem Zwang, jede einzelne einzeln, so wie Menschen, die im Gleichschritt marschieren, ob mit den Füßen oder dem Geist, doch jeweils einzeln sind, - die Rosen essen das Graffiti auf. Ich seh hinüber zu den Trauergästen am Parkcafé. Dichter, Lektoren, meines Vaters engster Kreis, Freunde und Geliebte. Wir sind in die Kapelle gegangen, vorne der Sarg und die Blumen, an der Wand dahinter der Staubschatten von dem Kreuz, das wir nicht dabei haben wollten, Gedichte wurden vorgelesen, eine Rede gehalten und Moses, der Sohn von meiner Freundin, hat auf dem Harmonium Jazz gespielt.
Sechs Angestellte des Bestattungsunternehmens Hahn, das seit dreitausend Jahren in Familienbesitz ist, haben den Sarg zu der Grabstelle gebracht, ihre Schirmmützen gelupft, und ihn hinabgelassen. Alle Anwesenden haben Sand in das Loch geworfen und Brigitte und mir die Hand geschüttelt, was mir weh getan hat, weil ich mir drei Wochen zuvor in den kleinen Finger geschnitten hatte. Jetzt sitzen sie da und essen Kuchen. Ja, ich bin älter geworden.

Gestern Abend ist mein Vater gestorben.

August 3rd, 2009

Gestern Abend ist mein Vater Eddi gestorben. Sie haben seinen Tod festgestellt, und wir saßen auf seinem Bett und haben ihn angeguckt, dann haben wir eine Kerze angemacht und das Lied von Tom Waits gehört, das er sich zu seinem Tod gewünscht hat. Am Donnerstag hatten wir ihn aus dem Krankenhaus geholt, damit er zuhause zwischen seinen Büchern sterben kann, wie er das wollte. Seine Frau Brigitte hat ihn im Arm gehalten, als er gestorben ist. Habe mich in den letzten sechs Wochen von ihm verabschiedet. Das war nicht einfach. Deshalb auch hier keine Einträge in der Zeit.

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Ein paar Bilder:

Alle Fotos: Nicht zur weiteren Veröffentlichung freigegeben!

Ich habe ein Radio gekauft

Juli 1st, 2009

hören statt lesen

Fotorückblick Juni

Juni 25th, 2009